NEM - Häufigkeit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln bei onkologischen Patienten

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NEM - Studie - Projektsteckbrief

Motivation

Untersuchungen zufolge nimmt der Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln und nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (NEM), wie z.B. pflanzlichen Supplementen, Vitamin- und Mikronährstoffen zu, vor allem bei chronisch Erkrankten und Krebspatienten. Daten zur Sicherheit und zu potentiellen Arzneimittel-Interaktionen von NEM mit Krebsmedikamenten liegen nur im begrenzten Umfang vor und bewerten diese nicht selten als kritisch. Es ist beschrieben, dass Patienten die Einnahme von NEM im Rahmen der Medikamentenanamnese-Erhebung häufig nicht aufführen, so dass potentielle Wechselwirkungen mit Krebsmedikamenten nicht im Vorfeld identifiziert werden können.

Ziele und Vorgehen

Ziel dieser prospektiven Querschnittsstudie in Kooperation mit verschiedenen onkologischen Schwerpunktpraxen ist es, die Häufigkeit der Einnahme von NEM bei onkologischen Patienten ab dem 18. Lebensjahr zu beschreiben. Außerdem werden die Art des NEM, Änderungen der Ernährungsgewohnheiten und die Beweggründe hierfür erfasst. Die Studie hinterfragt außerdem den Zusammenhang zwischen der Einnahme von NEM und dem sozio-kulturellen Hintergrund, der Erkrankungsdauer und einer Beeinflussung durch Medien.

Innovationen und Perspektiven

Während die meisten Daten zur Einnahmehäufigkeit von NEM aus dem Ausland und insbesondere aus den USA stammen, liegen Daten aus Deutschland nur begrenzt aus Befragungen innerhalb von Selbsthilfegruppen oder an Krebszentren vor. Ein Großteil onkologischer Patienten in Deutschland wird in onkologischen Schwerpunktpraxen behandelt. Diese Untersuchung zur Einnahme von NEM bezieht sich auf diese Patientenpopulation.

Projektdauer

2017 - 2019

Studienkoordination

Prof. Kristina Norman

Leiterin AG Ernährung und Körperzusammensetzung, stellvertretende Leiterin der FGG, W2 Professur Ernährung und Gerontologie

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