ROBINA - Roboterunterstützte Dienste für eine individuelle und ressourcenorientierte Intensiv- und Palliativpflege bei Menschen mit ALS

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ROBINA - Projektsteckbrief

Zusammenfassung

Im Projekt ROBINA werden ein neuartiges adaptives Mensch-Technik-Interaktionskonzept und eine Robotik zur Unterstützung von Pflegebedürftigen mit hochgradigen motorischen Einschränkungen entwickelt. Ziel innerhalb des Projekts ist es, im Konsens zwischen Pflegenden und Pflegebedürftigen spezifische Aufgaben der Assistenz- und Grundpflege auf ein technisches Assistenzsystem zu übertragen. Dabei wird ROBINA im Szenario der Intensiv- und Palliativpflege bei der ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) exemplarisch umgesetzt und mit dem Transferpotential in analogen Pflegesituationen weiter entwickelt.
Die Entwicklung eines neuen sicheren Leichtbaurobotiksystems ermöglicht die Unterstützung von Aktivitäten des täglichen Lebens (z.B. Bewegen und Kontrolle von externen Gegenständen, Bewegen und Kontrolle eigener Extremitäten und des Rumpfes, externe Handlungen am eigenen Körper - wie Handlungen zur Herstellung von Komfort oder Spannungsabfuhr). Dem Pflegebedürftigen wird dadurch wieder ein Stück weit Autonomie geschenkt. Dies kann zu einer Entlastung sowohl im Hinblick auf die Beziehung zwischen Pflegebedürftigem und Pflegendem führen, als auch im Hinblick auf den "caregiver stress" professionell Pflegender und pflegender Angehöriger.
ROBINA kann mithilfe verschiedenster Steuerungsoptionen (durch Arm-, Sprach-, Gesten- bis hin zu Augensteuerung) aktiviert werden. Die intensiv- und palliativpflegerischen Überleitungs- und Versorgungsprozesse, sowie Prozesse der Hilfsmittelversorgung werden auf einer digitalen Managementplattform koordiniert und allen beteiligten autorisierten Partnern zur Verfügung gestellt. Das Projekt ROBINA beinhaltet eine umfassende ethische und rechtliche Begleitung der nutzerorientierten Entwicklung.
ROBINA unterstützt somit hauptsächlich:

  • Die Patientenautonomie und Entlastung von Assistenz- und Behandlungspflege durch Robotik
  • Das "Enhancement" von Assistenz- und Behandlungspflege und bestehender Hilfsmittel durch Robotik
  • Die "Personalisierung der Pflege durch Digitalisierung und Robotik"
  • Die Vernetzung von Robotik-Unterstützung mit dem Pflegekonzept sowie der Hilfs- und Heilmittelversorgung

Projektdauer

04/2017 - 03/2020

Mitarbeiter

Cornelia Eicher

wissenschaftliche Mitarbeiterin

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Jörn Kiselev

wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Weitere Infos zum Projekt

Assoziierte Partner

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