Intera-KT - Interaktives kognitives Assessment Tool

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Intera-KT - Projektsteckbrief

Motivation

Verschiedene valide Testverfahren bieten die Möglichkeit, den aktuellen Status der kognitiven Leistungsfähigkeit zu erfassen. Obwohl insbesondere bei der Erfassung der Gedächtnisleistung und der Aufmerksamkeit bereits computergestützte Testverfahren eingesetzt werden (z.B. TAP oder K-CAB), werden zahlreiche Assessments, wie z.B. die häufig verwendete CEARAD Testbatterie, die der Erfassung kognitiver Defizite und der neuropsychologische Diagnostik dient, paper-pencil basiert durchgeführt. Diese Tests sind sehr zeit- und kostenaufwändig, da ein Arzt, Psychotherapeut oder Psychologe anwesend sein muss. Dabei werden die Ergebnisse zudem durch die Anwesenheit und die individuelle Interpretation des Testleiters beeinflusst und non-verbale Ausdrucksformen gehen verloren.

Ziele und Vorgehen

Das Projekt Intera-KT hat zum Ziel die Diagnostik von Demenz und anderer kognitiver Einschränkungen zu verbessern. Dafür werden standardisierte, valide kognitive Testverfahren digitalisiert und dadurch optimiert. Mit Hilfe von Smartpen Technologien und mobilen Endgeräten soll eine digitale Krankheitsverlaufskontrolle und die standardisierte Erfassung von Zusatzinformationen (bspw. aus der Sprache oder der Schrift des Patienten), die für den Behandlungserfolg nötig sind, ermöglicht werden.

Zudem kann jeder Patient selbstständig seine kognitiven Fähigkeiten testen und trainieren. Die Bereitstellung und Auswertung der Assessments erfolgt innerhalb der Online Testumgebung Intera-KT. Dabei wird besonderes Augenmerk auf eine benutzerfreundliche seniorengerechte Gestaltung gelegt, die durch eine konsequente Nutzereinbindung gewährleistet wird.

Innovationen und Perspektiven

Durch das Intera-KT System wird die Erfassung der kognitiven Leistungsfähigkeit eines Patienten nun automatisiert möglich sein und vereinfacht die Bereitstellung umfassender Informationen zum kognitiven Status an Therapeuten und Ärzte. Das System soll innerhalb des Projektes und darüber hinaus in Gedächtnisambulanzen, Kliniken und in neuropsychologischen Praxen eingesetzt werden.

Projektdauer

04/2017 - 09/2019

Mitarbeiter

Antje Latendorf

wissenschaftliche Mitarbeiterin

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Dr. Anika Steinert

Leiterin AG Alter und Technik, wissenschaftliche Mitarbeiterin

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Weitere Infos zum Projekt

Externe Links